Gosslar Auktionen - Von A wie Auktionen bis Z wie Zuschlag

 

Auktion

Bei einer Auktion (auch Versteigerung) gibt ein Interessent ein verbindliches Gebot auf das Auktionsgut ab. Das höchste Gebot erhält den Zuschlag durch den Auktionator, der die Auktion leitet, es entsteht ein verbindlicher Kaufvertrag. Mit Auktion ist die gesamte Veranstaltung gemeint, bei der alle Posten versteigert werden. Eine Auktion hat einen Beginn und ein Ende, sie dauert im Allgemeinen mehrere Stunden. Auktionen finden nicht nur im Bereich Kunst und Antiquitäten statt, sondern auch in den Gebieten Maschinen, Industriegüter, Automobile, Häuser etc.

Aufgeld

Das Aufgeld wird i.d.R. von jedem Auktionshaus selbst festgesetzt und bezeichnet die Verkaufsprovision, die der Käufer bei einem Zuschlag zusätzlich zum Kaufpreis bezahlen muss. Das Aufgeld wird meist in Prozent angegeben, wobei der Kaufpreis die Berechnungsgrundlage bildet

Auktionator

Ein Auktionator leitet eine Versteigerung. Zu seinen Aufgaben zählen, die Lose in der vorgegebenen Reihenfolge aufzurufen und gegebenenfalls ausführlich vorzustellen, Gebote entgegenzunehmen und beim Erreichen des Maximalgebotes den Zuschlag zu erteilen. Daneben hat der Auktionator natürlich auch die Aufgabe, die Lose zu einem möglichst hohen Preis zu versteigern, indem er die Bieter während der Versteigerung motiviert, Gebote abzugeben. Zudem können Assistenten des Auktionators Telefon- und Internetgebote entgegennehmen, diese an den Auktionator übermitteln und auf dessen Weisung Zuschläge erteilen.

Bieter

Bieter sind Teilnehmer einer Auktion, die legitimiert sind, Gebote abzugeben. Bieter können sich auch von einem Kommissionär vertreten lassen, möchten diese nicht persönlich in Erscheinung treten oder können nicht vor Ort anwesend sein. Bei einer traditionellen Auktion, die vor Ort stattfindet, spricht man auch von Saalbietern.

Bieternummer

Um an einer Auktion teilnehmen zu können, muss sich ein Teilnehmer im Vorfeld bei einem Auktionshaus anmelden. Hier werden seine persönlichen Daten, sowie seine Adresse für die Rechnungslegung aufgenommen. Mit Anerkennung der Versteigerungsbedingungen erhält dieser dann eine Bieternummer, die ihn dazu berechtigt, an der Auktion teilzunehmen.

Was ist ein Bietschritt?

Ein Bietschritt ist der Betrag, um den ein Bieter ein aktuelles Gebot überbieten muss, wenn er bieten will.
Bietschritte sind für bestimmte Betragsbereiche festgelegt, beispielsweise kann von 0 Euro bis 50 Euro in 5 Euro Bietschritten geboten werden müssen,oder von 50 Euro bis 200 Euro in 10 Euro Bietschritten. Gebote, die nicht den Bietschritten entsprechen werden vom Auktionshaus nicht angenommen.
Im allgemeinen beträgt die Bietschrittweite 10% des Maximambetrags für diese Bietschrittweite (5 Euro Bietschrittweite bis einschließlich 50 Euro Maximalbetrag.

Beispiel:
Ein Posten steht bei 15 Euro, es soll in einem 5 Euro Bietschritt geboten werden - dies bedeutet, dass ein Bieter mindestens 20 Euro bieten muss.
Es können aber bis zur Grenze zum nächsten Bietschritt, also im obigen Beispiel bis 50 Euro, auch ein vielfaches des aktuellen Gebotschritts geboten werden, also 25, 30, 35, 40, 45 oder 50 Euro.
55 Euro können nicht geboten werden, da ab 50 Euro eine Bietschrittweite von 10 Euro gilt. Das nächste Gebot, das abgegeben werden kann beträgt also 60 Euro in diesem Beispiel.

Was ist der erste Bietschritt?

Der erste Bietschritt ist immer der Startpreis eines Postens. Unter diesem Preis wird kein Gebot akzeptiert. Ab diesem Gebot orientieren sich die folgenden Gebote an den Bietschritten, die der jeweiligen Auktion gültig sind, und die Sie der Tabelle unten auf dieser Seite entnehmen können.

Wann gelten welche Bietschritte?

In einer Präsenzauktion können Vorgebote nur anhand der Bietschritte abgegeben werden, für Saalgebote gilt dies ebenfalls.
In Ausnahmen kann das Auktionshaus Vorgebote auch unabhängig von den Bietschritten akzeptieren.
In einer Terminauktion sind grundsätzlich nur Gebote anhand der Bietschritte möglich.
Dies gilt ebenso für eine Live-Auktion.

Bietschritte

Der folgenden Tabelle können Sie die aktuellen Bietschritte für die obige Auktion entnehmen. Bitte beachten Sie, dass diese Bietschritte zwar für diese Auktion, aber nicht zwingend für andere Auktionen gelten!

Freiverkauf

Es findet keine Auktion statt. Man kann Gebote abgeben, so wie Vorgebote. Das Auktionshaus entscheidet dann, ob man den Posten bekommt.

Internetauktion

Der Begriff Internetauktion (auch Onlineauktion) bezeichnet eine Versteigerungsvariante, die im Web stattfindet. Dabei gibt es zu beachten, dass einerseits eine Präsenzauktion, die im Internet angekündigt wird und Vorgebote registrierter Nutzer zulässt als Internetauktion bezeichnet werden kann, andererseits aber auch eine im Web live übertragene Versteigerung so genannt wird. Eine weitere Form der Internetauktion ist eine online Terminauktion. Hier werden Posten innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitrahmens versteigert. Ein klassisches Beispiel für online Terminauktionen ist Ebay.

Katalog

Ein Auktionskatalog umfasst alle Positionen (Lose) einer Versteigerung. Kataloge können in digitaler und gedruckter Form vorliegen. In ihnen werden die Positionen mit Nummern versehen, oft auch bebildert und beschrieben, mit der diese dann bei der Versteigerung chronologisch aufgerufen werden.

Katalognummer

Eine Katalognummer (auch Losnummer) bezeichnet die Nummer des Postens innerhalb des Katalogs. Posten werden in der Reihenfolge der Katalognummer versteigert. Katalognummern können auch eine Semantik besitzen (z.B. 200 Gemälde, 300 Möbel), wobei dann „Lücken“ in der Reihenfolge beim Aufruf entstehen.

Live-Auktionen

Eine Live-Auktion findet zum einen vor Ort statt, wird parallel dazu aber im Internet live übertragen. Registrierte Nutzer können bei per Live-Stream die Auktion vom Rechner aus verfolgen und in Echtzeit Gebote abgeben.

Los

Als Los (auch Posten) wird das Auktionsgut bezeichnet, was bei einer Versteigerung aufgerufen wird. Jeder Posten erhält dabei eine Nummer, die sogenannte Losnummer.

Limit

Limit (auch Mindestpreis, selten Rufpreis) ist der Mindestbetrag, zu dem das Los versteigert werden soll. Der Auktionator kann bei Erreichen des Limits sofort den verbindlichen Zuschlag auf das Gebot geben. Ein Gebot unterhalb des Limits wird vom Auktionator entweder abgelehnt oder unter Vorbehalt bestätigt.

Mindestpreis

Der Mindestpreis (auch Limit) bezeichnet den Geldbetrag unter dem ein Posten nicht, oder nur unter Vorbehalt, versteigert wird.

Nachverkauf

Nicht verkaufte Posten können nach der Auktion gegen ein Gebot noch ersteigert werden. Der Nachverkauf ist real betrachtet ein Freiverkauf. Allerdings ist der Nachverkauf der Auktionsstatus in einer Standard-Auktion. Ein Freiverkauf dagegen ist eine gesonderte Auktionsart.

Präsenzauktion

Herkömmliche Auktionen, die vor Ort stattfinden, werden als Präsenzauktionen bezeichnet. Dies ist die traditionelle Form der Versteigerung, bei denen Bieter oder dessen Vertreter persönlich anwesend sind.

Posten

Güter, die in einer Auktion angeboten werden, nennt man Posten (auch Lose, Artikel).

Provision

Versteigerungsgebühr, die das Auktionshaus dem Einlieferer gegenüber nach Verkauf der Waren einbehält – üblicherweise eine prozentualer Anteil des Zuschlagspreise.

Terminauktion

Bei einer Terminauktion findet die Versteigerung online statt. Für die Gebotsabgabe gibt es einen zuvor festgelegten Zeitraum mit einem bestimmten Endtermin (z.B. Ebay).

Vorgebot

Ein für den Käufer im Fall des Zuschlags bindendes, schriftlich, im Internet oder per Telefon abgegebenes Gebot.

Verbund

Ein Verbund besteht aus zwei oder mehreren Losen die während einer Auktion zusammen aufgerufen und versteigert werden können.

Zuschlag

Zuschlag ist die Bezeichnung für die Gebotsannahme durch den Auktionator. In diesem Zusammenhang ist der Zuschlagspreis sogleich das Ergebnis, zu dem der Posten verkauft wurde.

Quelle: Webseite Auctionvo.de